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Entspannung: Ein häufig diskutiertes Thema

Entspannung ist ein Thema, das gerade in der heutigen, relativ stressigen Zeit oft diskutiert wird. Aber was genau ist Entspannung und was passiert während des Entspannungsprozesses?  Kurz gesagt, wenn wir von Entspannung sprechen, meinen wir die Aktivierung des parasympathischen Nervensystems.

Das Autonome Nervensystem (ANS) besteht aus drei Komponenten:

  1. Sympathikus
  2. Parasympathikus
  3. Darm-Nerven-System

 

Parasympathikus- und Sympathikuswirkungen

Die Auswirkungen auf den Körper hängen davon ab, welche Bereiche aktiviert werden. Siehe Tabelle unten.

 

Körperfunktion

Parasympathikus

Sympathikus

Atmung

langsamer, flacher

schneller, tiefer

Bronchien

Kontraktion

Weitung

Herzfrequenz

ß

Ý

Muskeldurchblutung

ß

Ý

Haut-Durchblutung

Ý

ß

Verdauung

Ý

ß

Blutzucker / Fette

ß

Ý

Magensäure

Ý

ß

Schwitzen

ß

Ý

Quelle: Birbaumer & Schmidt 2006, Derra 2007, PD Dr Med. Uwe H. Ross 2010

 

Die Entspannung wirkt sich positiv auf den gesamten Körper aus, indem sie zum Beispiel Muskelverspannungen abbaut. Die Reflexe werden schwächer, die Blutgefäße weiten sich, der Herzschlag verringert sich, der Blutdruck sinkt und damit auch der Sauerstoffverbrauch des Körpers.

Entspannungsreaktionen auf Körper und Geist

 

Physiologische Indikatoren

Neuro-muskuläres System

Reflexaktivität↓

Herz-Gefäß-System:

Herzrate = / ↓, ↓ Blutdruck, periphere Gefäßerweiterung (→ Wärmeempfindung)

Atmung:

Allgemeine Dämpfung, Inspirationsphase ↑, ↓ O2 Verbrauch, CO2 Produktion ↓, Atmung flach und gleichmäßig

Zentrales Nervensystem:

EEG: α-Wellen ↑, θ-Wellen ↑

Stoffwechsel:

Blutzuckerwert ↓ ↑, ↓ Cholesterin, ↓ Kortisol

Elektrodermale Eigenschaften:

Hautwiderstand oder Hautleitwert ↑ ↓ (Schweißdrüsenaktivität ↓)

 Quelle: Beary & Benson 1974, Morse et al. 1977, Lazar et al. 2000, Vaitl & Petermann 2000, Derra 2006, Paul-Labrador et al. 2006, PD Dr. med. Uwe H. Ross  2010

 

Psychologische Indikatoren

  • Affektive Gleichgültigkeit
  • Geistige Frische
  • Nach innen gerichtete Aufmerksamkeit
  • Erhöhte Wahrnehmungsschwellen
  • Zunehmend assoziatives Denken

 

Quelle: Derra C 2007, Vaitl & Petermann 2000, PD Dr Med. Uwe H. Ross 2010

Welche mentalen Zustände durchlaufen wir im Laufe des Tages?

α-Wellen, 8-13 Hz:

Entspannte Wachsamkeit, geschlossene Augen, Aufmerksamkeit nach innen

β-Wellen, 14-30 Hz:

Hellwach, erhöhte Aufmerksamkeit (im Freien), Konzentration, Stress, Angst

γ-Wellen, 30-100 Hz:

Anspruchsvolle Tätigkeiten, visuelle Wahrnehmung, Informationsfluss↑, neuronale Reorganisation

δ-Wellen, 0,5-4 Hz:

Tiefschlaf

θ-Wellen, 5-7 Hz:

Tiefenentspannung, Hypnose, Meditation, Einschlafen

 Quelle: Schandry R (2006) Biologische Psychologie. 2. Edition Weinheim, Beltz, PD Dr Med. Uwe H. Ross 2010

 

Die obigen Tabellen skizzieren die positiven Auswirkungen, die verschiedene mentale Zustände auf unseren Körper, unser Verhalten und unsere Gesundheit haben können.

Überempfindliche Menschen, die auch nach dem Erlernen von Entspannungstechniken wie Yoga oder autogenem Training nur schwer in einen entspannten Zustand kommen, werden oft schon durch den kleinsten Reiz gestört und können unter Anspannung und Reizüberflutung leiden, was zu Stress führt. Jeder kann jedoch von geführten Imaginationen und Klangreisen und/oder Klangmeditationen profitieren, die sowohl für Einzelpersonen als auch für Teams neue Horizonte eröffnen.

Die Universität von Minnesota empfiehlt „The Relaxation Response von Herb Benson, MD“.

http://www1.umn.edu/ohr/prod/groups/ohr/@pub/@ohr/documents/asset/ohr_asset_310452.pdf

Ich empfehle die beruhigenden Klänge von Klangschalen. Aufgenommene Klänge funktionieren ebenso. Auf meinem YouTube-Kanal finden Sie kostenlose geführte Visualisationen.  https://www.youtube.com/@christineheckel

 

Bleiben Sie gesund!

Für weitere Informationen wenden Sie sich bitte an Christine Heckel unter info@christine-heckel.com oder telefonisch unter + 34 667 43 88 29.